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Die
Gemeinde Ried Lage,
Fläche und Einwohner Natur
und Landschaftsbild Wirtschaftsstruktur Gemeindeverwaltung Gemeindliche
Finanzen, Haushalt 2001
Lage,
Fläche und Einwohner Die
Gemeinde Ried liegt im Südosten des Landkreises Aichach-Friedberg, 20 Kilometer
östlich von Augsburg und 45 Kilometer westlich von München, im Osten grenzt
das Gemeindegebiet an den Landkreis Dachau an, im Süden an den Landkreis Fürstenfeldbruck. Die
Gemeinde entstand in ihrer jetzigen Form aus den früheren Gemeinden Hörmannsberg,
Ried, Sirchenried und Zillenberg (1972) sowie Baindlkirch und Eismannsberg
(1978). Die sechs Gemarkungen umfassen eine Fläche von 29,24 Quadratkilometern.
Die Einwohnerzahl beträgt derzeit rund 2800. Größter Gemeindeteil ist Ried
mit über 1100 Einwohnern, es folgen Baindlkirch mit knapp 700, Hörmannsberg
mit gut 400, Eismannsberg mit rund 280, Zillenberg mit rund 210 und Sirchenried
mit rund 110 Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte beträgt somit 96 pro
Quadratkilometer (Bayern: 170, Landkreis Aichach-Friedberg 144). Die Bevölkerung
nimmt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kontinuierlich zu. In der Zeit von
1871 bis 1939 stagnierte die Bevölkerungszahl von 1320 auf 1314, durch die
Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen stieg sie 1950 auf 1970 an, um dann
bis 1961 wieder auf 1599 zurückzugehen. Seither ist ein ungebrochener
Einwohnerzuwachs zu verzeichnen. 1980 wurde die 2000-Einwohner-Grenze überschritten,
in Kürze dürfte die Bevölkerungszahl 3000 erreichen. Natur
und Landschaftsbild Das
Gemeindegebiet liegt in flachwelliger Hügellandschaft, die durch kleine Bachtäler
gegliedert ist. Im westlichen Gemeindebereich (Hörmannsberg, Ried, Sirchenried)
wird die Landschaft fast ausschließlich durch landwirtschaftliche Nutzflächen,
vorwiegend Äcker, geprägt. Im Osten (Baindlkirch, Eismannsberg, Zillenberg)
bestimmen einzelne Waldstücke sowie das große zusammenhängende Gebiet des Höglwaldes
das Landschaftsbild mit. Der
tiefste Punkt liegt im Norden des Gemeindegebietes im Tal des Badegrabens (493
Meter ü. d. M.), der höchste Punkt wird südwestlich von Sirchenried (550
Meter ü. d. M.) erreicht. 18,8
Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt, 74,8 Prozent der Fläche wird
landwirtschaftlich genutzt, überwiegend für Äcker, zu 14,8 Prozent für Grünland.
Die
Niederschlagsmenge beläuft sich auf rund 800 Millimeter im Jahr, die
Vegetationszeit dauert vom 15. April bis 15. Oktober. Bei
den Bodenarten dominiert sandiger Lehm mit 66 Prozent Anteil, der Anteil der
Lehmböden beläuft sich auf 30 Prozent, derjenige der moorigen Böden auf zwei
bis drei Prozent, lehmiger Sand ist auf ein Prozent der Fläche zu finden.
Aufgrund der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung beträgt der Anteil der natürlichen
Biotopflächen nur 0,4 Prozent (vor allem Feldgehölze und Naßwiesen). Wirtschaftsstruktur Die
Bedeutung der Landwirtschaft ist insbesondere seit den 80er Jahren stark zurückgegangen,
so daß auch die 1995 registrierte Zahl von 105 landwirtschaftlichen Betrieben
inzwischen deutlich unterschritten sein dürfte, zumal damals der Anteil von
Betrieben mit einer Nutzfläche von unter zehn Hektar bei 42 Prozent lag. Die
Mehrheit der Erwerbstätigen arbeitet außerhalb der Gemeinde in Augsburg und
dessen Umland und in wachsendem Maße im Großraum München. In der Gemeinde
gibt es traditionell hauptsächlich Kleinbetriebe der Holz- und
Metallverarbeitung, des Baugewerbes und des Gastgewerbes. Lebensmittelgeschäfte
gibt es in Ried und Baindlkirch. Im Gewerbegebiet „Ried/West“ haben sich
neben einigen Kleinbetrieben ein Automatenhersteller mit knapp 20 Beschäftigten
und eine Firma im Bereich Verfahrenstechnik in ähnlicher Größe angesiedelt.
Der größte Arbeitgeber der Gemeinde ist ein Groß- und Versandhandel für
Diamantwerkzeuge, der in Asbach rund 60 Personen beschäftigt. In Ried gibt es
Zweigstellen der Stadtsparkasse Augsburg und der Raiffeisenbank Kissing-Mering.
Die Raiffeisen Filia in Baindlkirch wurde in diesem Jahr geschlossen, ebenso das
BayWa Lagerhaus in Ried. Gemeindeverwaltung Sirchenrieder
Straße 1 Bürgermeister Anton
Drexl Mitglieder
des Gemeinderates von der Bürgergemeinschaft: Gerald
Modlinger,
Vorsitzender
des Rechnungsprüfungsausschusses, Christine Peters, Mitglied des Finanz- und Vergabeausschusses,
Jugendreferentin, Prof. Theo Vennemann, Mitglied des Bau- und Umweltausschusses, übrige Gemeinderatsmitglieder: Anton
Eisele Leiter
der Verwaltung Ulrich
Arnts, Telephon 08233 789911 Einrichtungen
der Gemeinde Die
Gemeinde Ried ist Sachaufwandsträger einer Grundschule
mit zur Zeit rund 130 Schülern. Des weiteren unterhält sie zwei Kindergärten
in Hörmannsberg (zwei Gruppen mit rund 50 Kindern) und in Baindlkirch (zwei
Gruppen mit rund 40 Kindern). Die Hauptschule befindet sich in Mering, die nächste
Realschule ist in Mering, das nächste Gymnasium in Friedberg. An
Freizeiteinrichtungen sind vorhanden
die Fußballplätze und die Freisportanlagen der Grundschule in der
Sportheimstraße, die schulische Turnhalle, eine Mehrzweckhalle im
Rathaus-Untergeschoß, Bolzplätze in Baindlkirch, Eismannsberg und Zillenberg
sowie Spielplätze an der Lindlstraße und im Wohngebiet „Ried/West“. Ein
sozialpädagogisch betreuter und von einem Jugendbeirat verwalteter Jugendtreff
besteht in Ried, Bachernstraße 8. Weitere Vereins- und Gruppenräume (zum
Beispiel für die Mutter-Kind-Gruppe) gibt es in den ehemaligen Volksschulen in
Baindlkirch und in Ried. Die Feuerwehrhäuser in Eismannsberg und Sirchenried
werden auch als Bürgersäle benutzt. Der
Brandschutz ist durch sechs
Feuerwehren in Baindlkirch, Eismannsberg, Hörmannsberg, Ried, Sirchenried und
Zillenberg gewährleistet. Gemeindliche
Friedhöfe gibt es in Baindlkirch, Hörmannsberg,
Holzburg und Ried. Die
Gemeinde besitzt ein Kommunalunternehmen, die „Rieder
Verwaltungsgesellschaft“, deren 100prozentige Tochter „Kommunale
Dienstleistungsgesellschaft mbH“ betreibt die Abwasserbeseitigung
und die Wasserversorgung im
Gemeindeteil Ried. Baindlkirch, Eismannsberg, Hörmannsberg, Sirchenried und
Zillenberg werden vom Zweckverband der Adelburggruppe mit Trinkwasser versorgt. Gemeindliche
Finanzen, Haushalt 2002 Die
Gemeinde setzt nach dem Haushaltsplan in diesem Jahr 4,34 Millionen (2001 4,07
Millionen) Euro um.
Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt
(das sind die laufenden Einnahmen und Ausgaben, zum Beispiel Steuer- und Gebühreneinnahmen
und Personal- und Unterhaltskosten) 2,85 Millionen (2,95 Millionen) Euro, auf den Vermögenshaushalt
1,49 Millionen (1,22 Millionen) Euro (dieser beinhaltet beispielsweise Investitionen und den
Erwerb von Vermögen). Die
Steuerkraft pro Einwohner liegt
derzeit bei 464,36 (2001 388,23) Euro. Die Steuereinnahmen
setzen sich zusammen aus: n
dem
Gemeindeanteil aus der Einkommensteuer (818 000 Euro, wie 2001); n
der
Gewerbesteuer (383 000 Euro, 2001: 588 000 Euro); n
der
Grundsteuer B für bebaute Grundstücke (205 000 Euro, 2001: 174 000 Euro); n
der
Grundsteuer A für landwirtschaftliche Grundstücke (76 000 Euro, 2001: 66 000
Euro); n
dem
Gemeindeanteil am Landesanteil der Umsatzsteuer (31 000 Euro, wie 2001) und n
der
Hundesteuer (4 000 Euro, wie 2001). An
allgemeinen staatlichen Zuweisungen
(unter anderem als Ausgleich für die unterdurchschnittliche Steuerkraft) erhält
die Gemeinde n
eine Schlüsselzuweisung
(409 000 Euro, 2001: 389 000 Euro); n
Beteiligung
am Einkommensteuerersatz (56 000 Euro, wie 2001); n
FAG-Mittel
(46 000 Euro, wie 2001) und n
Finanzzuweisungen
und Grunderwerbssteueranteil (26 000 Euro, 2001: 31 000 Euro). Die
Ausgaben setzen sich im wesentlichen aus folgenden Bereichen zusammen: n
Umlagen
zum Beispiel an den Landkreis und den Schulverband sowie die Solidarumlage für
Ostdeutschland (zusammen 855 000 Euro, 2001: 823 000 Euro); n
Verwaltungs-
und Sachaufwand zum Beispiel für Schule und Kindergarten (675 000 Euro, n
Personalkosten
(738 000 Euro, 2001: 565 000 Euro); n
Zinsen (58
000 Euro, 2001: 61 000 Euro). Nach
Abzug dieser Aufwendungen bleiben von den laufenden Einnahmen noch rund 315 000
(2001: 737 000) Euro übrig, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können.
Davon muß zunächst dieTilgung von Krediten (61 000 Euro, 2001: 72 000 Euro) geleistet werden, der
verbleibende Rest von 254 000 Euro steht für Investitionen zur Verfügung
bzw. kann der Rücklage zugeführt werden. Im
Laufe des Jahres wird sich der Schuldenstand
der Gemeinde voraussichtlich von 1,097 Millionen auf 1,035 Millionen Euro verringern. Diesen Beträgen standen zum Jahresanfang Rücklagen von 315 000 Euro gegenüber. Die
wesentlichen geplanten Ausgaben im
investiven Bereich sind in diesem Jahr: n
der
Rückkauf der noch nicht verkauften Grundstücke im Baugebiet
"Ried/West" von der Bayerischen Landessiedlung (500 000 Euro). Der
Erwerb und die Erschließung dieser Flächen wurde seit 1994 außerhalb des
Haushalts finanziert; n
der
Erwerb von Grundstücken (300 000 Euro); n
die
Rekultivierung der früheren Bauschuttdeponie in Ried (45 000 Euro); n
der Bau
des Geh- und Radweges mit teilweisen Anwandweg inklusive Grundstückserwerb von
Sirchenried nach Baindlkirch (230 000 Euro); n der Kauf eines neuen Löschfahrzeugs LF8/6 für die Freiwillige Feuerwehr Ried (179 000 Euro); n der Geh- und Radweg von Ried nach Zillenberg, Planungs- und Grunderwerbskosten (29 000 Euro) und n Außenanlage des Kindergartens in Baindlkirch (28 000 Euro). . Für
zum Teil bereits seit längerem zurückliegende Investitionen erhält die
Gemeinde staatliche Zuschüsse bzw.
Kostenersätze durch den Landkreis, diese für n
die
Sportanlagen der Grundschule (130 000 Euro); n
den
Kindergarten in Baindlkirch (123 000 Euro) und n
die
Erweiterung der Wertstoffsammelstelle in Ried (5 000 Euro). Daneben
werden auch gemeindliche Aufgaben außerhalb
des Haushaltes erfüllt. Die Erschließung und Vermarktung des Gewerbe- und
Wohngebietes „Ried/West“ wird über die Bayerische Landessiedlung
abgewickelt. Hier ist insbesondere aufgrund der regen Nachfrage nach
Bauparzellen für Eigenheime mit einem für die Gemeinde finanziell positiven
Abschluß zu rechnen. Über
ein Konto der Firma Bayerngrund wird die Verbesserung
der Abwasserbeseitigung finanziert. Die Abrechnung dürfte in den nächsten
Monaten erfolgen. Hier liegt ein ungedeckter Betrag von über
drei Millionen Euro vor. Das ist der Anteil an der Verbesserungsmaßnahme,
den die Gemeinde für die Straßenwasserbeseitigung und für die
Schmutzwasserbeseitigung ihrer Liegenschaften aufwenden muß (muß über den
Haushalt finanziert werden) und das Geld, das die Gemeinde von den Bürgern bei
der endgültigen Abrechnung der Verbesserungsbeiträge noch erheben wird. . Ebenfalls
nicht im Haushalt zu finden sind die
Trinkwasserversorgung und
Abwasserbeseitigung, die von der „Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft
mbH“ betrieben werden. Diese gemeindlichen Unternehmungen müssen laut Gesetz
kostendeckend betrieben werden, das heißt, die Gebühren und Beiträge müssen
so festgesetzt werden, daß kein Zuschußbedarf aus Steuermitteln besteht. Die
Pflicht zur Kostendeckung gilt auch für die Friedhöfe. Die
Gemeinde beschäftigt derzeit 34 Personen n
2
kommunale Wahlbeamte (1. und 2. Bürgermeister); n
1 Beamter
des gehobenen Dienstes (Gemeindeverwaltung); n
2 Beamte
des mittleren Dienstes (Gemeindeverwaltung); n
14
Angestellte (davon neun in Teilzeit, vier in der Gemeindeverwaltung, zwölf im
Kindergarten) und n
15
Arbeiter (davon elf geringfügig Beschäftigte und ein Beschäftigter bei der
Kommunalen Dienstleistungsgesellschaft mbH). Weitere
Fragen zum Haushalt und zur Erfüllung der gemeindlichen Aufgaben beantworten
Ihnen gerne unsere Gemeinderatsmitglieder Gerald Modlinger, Christine Peters und Prof. Theo Vennemann. |
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Stand: 14. Juni 2002 |