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Konstituierende
Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai 2002 Im am 3. März
2002 gewählten Gemeinderat sieht sich die Bürgergemeinschaft trotz eines
Stimmenzuwachses um Vor diesem
Hintergrund war es schwierig, unsere Vorstellungen zu Personalfragen und Fragen
der Geschäftsord- nung durchzusetzen. In Verhandlungen mit Bürgermeister Anton
Drexl (CSU) vor der ersten Gemeinderatssitzung konnten dennoch einige unserer
Ziele erreicht werden. Ausschüsse Die
Mehrheitspartei hätte zunächst die Ausschüsse von fünf auf sechs
Gemeinderatsmitglieder plus Bürgermeister erweitern wollen. Davon wurde
inzwischen wieder Abstand genommen. Der Gemeinderat beschloß daraufhin, es, wie
von der Bürgergemeinschaft gewünscht, bei der bisherigen Größe zu belassen.
Auf unsere Anregung hin wurde der Bau- und Planungsausschuß in Bau- und
Umweltausschuß umbenannt, weil diese Bezeichnung die Aufgaben- stellung dieses
Fachgremiums präziser beschreibt und die Bauleitplanung dem Gemeinderat
vorbehalten ist. Die Ausschußmitglieder der Bürgergemeinschaft sind: Haupt- und Finanzausschuß:
Christine Peters (Stellvertreter Gerald Modlinger); Bau- und Umweltausschuß: Theo Vennemann
Ph. D. (Stellvertreter Gerald Modlinger); Zum Vorsitzenden
des Rechnungsprüfungsausschusses
wurde einstimmig Gerald Modlinger gewählt. Er steht damit dem örtlichen
Kontrollorgan der Gemeindeverwaltung vor. Bürgermeister Die Bürgergemeinschaft
hätte es lieber gesehen, wenn die Kompetenz des Bürgermeisters enger gesteckt
worden wäre. Immerhin konnte aber erreicht werden, daß die Mehrheitspartei von
ihrer zunächst gestellten Forderung, daß der Bürgermeister Haushaltsmittel
bis in einer Höhe von 10000 Euro selbständig bewirtschaften kann, abrückte
und von sich aus nur noch mit einem
Vorschlag von 8000 Euro in die Sitzung ging. Die Bürgergemeinschaft hatte in
Anlehnung an eine Empfehlung des Gemeindetags eine Summe von 5000 Euro
vorgeschlagen. Die 8000 Euro wurden unter der von der Bürgergemeinschaft
geforderten Maßgabe, daß der Bürgermeister den Gemeinderat über wesentliche
von ihm getätigte Ausgaben unterrichtet, einstimmig beschlossen. Wir sehen in
der Summe einen Vertrauensvorschuß für den neu gewählten Bürgermeister.
Damit verbunden ist, daß wir sehr genau darauf schauen, ob dieses Vertrauen auf
Dauer gerechtfertigt ist. Für die Wahl
des zweiten Bürgermeisters machte die Bürgergemeinschaft keinen Vorschlag. Es
hätte zwar durchaus demokratischen Gepflogenheiten entsprochen, wenn die
Mehrheitsfraktion der zweitgrößten Gruppierung dieses Ehrenamt überlassen hätte.
Da die Mehrheitspartei jedoch auf ihren Vorschlag Emmeran Sandner bestand, wurde
kein Gegenkandidat aufgestellt. Sandner wurde mit 11 von 15 Stimmen gewählt. Verbandsräte Daß es entgegen
aller Ankündigungen mit dem Kooperationswillen der Mehrheitspartei gegenüber
den anderen Gruppierungen nicht immer sehr weit her ist, zeigte dann die Wahl
der Verbandsräte zur Adelburggruppe, die unsere Gemeinde mit Trinkwasser
versorgt. Die Mehrheitspartei bestand darauf, alle fünf Verbandsräte zu
stellen und gestand der Bürgergemeinschaft lediglich zwei Stellvertreterposten
zu. Ein solches Verhalten dürfte im weiten Umkreis ziemlich einmalig (durchaus
nicht im positiven Sinn sein). Die Stellvertreter sind Stefan Lutz für
Baindlkirch und Gerald Modlinger für Eismannsberg. Sollten sich die
Mehrheitsverhältnisse bei der nächsten Wahl wieder ändern, wird die
derzeitige Mehrheitspartei von uns mit Sicherheit an ihr Verhalten bei dieser
Wahl erinnert werden und mit entsprechenden Einbußen bei den Verbandsräten
rechnen müssen. Fazit Das Fazit der
ersten, recht harmonisch verlaufenen Sitzung fällt zwiespältig aus. Es wird
wegen der absoluten Mehrheit einer Partei schwierig sein, unsere Ideen und
Vorschläge durchzusetzen. Andererseits zeigte sich der neue Bürgermeister im
Vorfeld durchaus gesprächs- und verhandlungsbereit und bekundete mehr Interesse
an einer Kommunikation als sein Vorgänger. Wir sind ihm aber auch in
zahlreichen Punkten sehr weit entgegengekommen. Dasselbe erwarten wir uns in den
nächsten Jahren auch von ihm und seiner Partei. Im Sinne der Gemeinde wäre
dies sehr wünschenswert. In der nahen Zukunft wird es vor allem um die
Aufarbeitung von "Altlasten" gehen, von denen im nichtöffentlichen
Teil der Sitzung die Rede war. Hierbei wird es zwischen den drei Gruppierungen
keinen Dissens geben. Wir erwarten aber, daß die Mitarbeit der Bürgergemeinschaft
nicht nur zur "Altlastenbeseitigung" erwünscht ist, sondern auch
dann, wenn es um Fragestellungen geht, welche die Zukunft betreffen. Mit einem
ist in jedem Fall zu rechnen: Die Bürgergemeinschaft
bleibt die aktive Gruppe im Gemeinderat.
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Stand: 15. Juni 2002 |